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Soziale Ungleichheit ist kein Zufall im Bildungssystem – sie ist strukturell angelegt
Die aktuelle Analyse des Leibniz-Institut für Bildungsverläufe bestätigt mit wissenschaftlicher Deutlichkeit, was wir seit Jahren erleben: Soziale Ungleichheit ist kein Zufall im Bildungssystem – sie ist strukturell angelegt und wird durch bestehende Mechanismen fortlaufend reproduziert. Die Studie zeigt entlang kompletter Bildungsbiografien, wie eng Bildungserfolg in Deutschland an die soziale Herkunft gekoppelt ist – und wie früh diese Weichen gestellt werden. Insbesondere die Übergänge im Bildungssystem wirken dabei nicht ausgleichend, sondern verstärkend.
Für die Landeselternschaft der integrierten Schulen NRW ist dies keine neue Erkenntnis, sondern eine überfällige Bestätigung:
„Diese Studie sagt wissenschaftlich exakt das, was wir seit Jahren politisch einfordern: Unser Bildungssystem ist nicht ungerecht, weil es Fehler macht – es ist ungerecht, weil es so gebaut ist“, erklärt Harald A. Amelang, Vorsitzender der LEiS-NRW. Besonders kritisch bewertet die LEiS-NRW die frühe Aufteilung nach der Grundschule. Diese wirke nicht als objektive Leistungsentscheidung, sondern als soziale Sortierung mit langfristigen Folgen für die Bildungsbiografien von Kindern.
„Diese Studie sagt wissenschaftlich exakt das, was wir seit Jahren politisch einfordern: Unser Bildungssystem ist nicht ungerecht, weil es Fehler macht – es ist ungerecht, weil es so gebaut ist“, erklärt Harald A. Amelang, Vorsitzender der LEiS-NRW. Besonders kritisch bewertet die LEiS-NRW die frühe Aufteilung nach der Grundschule. Diese wirke nicht als objektive Leistungsentscheidung, sondern als soziale Sortierung mit langfristigen Folgen für die Bildungsbiografien von Kindern.
„Wer an einem System festhält, das Kinder früh trennt, nimmt bewusst in Kauf, dass Herkunft über Zukunft entscheidet. Das ist keine Frage von Erkenntnis mehr – das ist eine Frage politischer Verantwortung“, so Amelang weiter. Die LEiS-NRW fordert die Landespolitik auf, aus den vorliegenden Befunden Konsequenzen zu ziehen. Dazu gehören insbesondere längeres gemeinsames Lernen, eine konsequente Stärkung integrierter Schulformen sowie eine Abkehr von strukturellen Mechanismen, die soziale Unterschiede verfestigen.
„Es fehlt nicht an Studien. Es fehlt nicht an Wissen. Es fehlt an Konsequenz. Die Fakten liegen auf dem Tisch – und sie verpflichten zum Handeln“, betont Amelang. Mit Blick auf die Landesregierung richtet die LEiS-NRW eine klare Erwartung an die Verantwortlichen in Nordrhein-Westfalen:
„Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob unser System soziale Ungleichheit verstärkt. Die entscheidende Frage ist, warum wir es weiterhin zulassen.“
„Die entscheidende Frage ist nicht mehr, ob unser System soziale Ungleichheit verstärkt. Die entscheidende Frage ist, warum wir es weiterhin zulassen.“
Die LEiS-NRW sieht in integrierten Schulformen und Modellen wie PRIMUS einen zentralen Baustein für mehr Bildungsgerechtigkeit. Diese Ansätze zeigen, dass längeres gemeinsames Lernen erfolgreich ist – und dass sie bessere Voraussetzungen für individuelle Entwicklung schaffen.
Die vorliegenden Forschungsergebnisse lassen nach Auffassung der LEiS-NRW keinen Raum mehr für politische Ausflüchte: Bildungsungleichheit ist kein Naturgesetz. Sie ist das Ergebnis politischer Entscheidungen – und kann nur durch politische Entscheidungen überwunden werden.
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