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LEiS-NRW fordert strukturelle Gleichstellung integrierter Schulformen bei Funktions- und Leitungsstellen
Integrierte Schulformen in Nordrhein-Westfalen sind bei der Ausstattung mit Funktions-, Beförderungs- und Leitungsstellen weiterhin strukturell benachteiligt – insbesondere im Vergleich zu Gymnasien. Vor dem Hintergrund der aktuellen A13-Überführung fordern wir eine konsequente und haushalterisch abgesicherte Angleichung der Stellenstrukturen in der Sekundarstufe I und II.
In einem Schreiben an Schulministerin Dorothee Feller macht der Vorstand deutlich, dass die formale Gleichstellung der Lehrämter durch A13 nicht ausreiche, solange die strukturellen Unterschiede zwischen den Schulformen fortbestehen.
„Seit Jahren beobachten wir eine strukturelle Benachteiligung integrierter Schulformen bei der Stellenbesetzung in der Sekundarstufe I und II – insbesondere im Vergleich zu den Gymnasien“, erklärt Kathrin Adler-Becker, stellvertretende Vorsitzende der LEiS-NRW. „Trotz vergleichbarer, vielfach höherer pädagogischer, organisatorischer und administrativer Anforderungen bestehen weiterhin deutliche Unterschiede in der Ausstattung mit Funktions-, Beförderungs- und Leitungsstellen. Diese Ungleichbehandlung ist sachlich nicht zu rechtfertigen und in der schulischen Praxis nicht länger vermittelbar.“
Integrierte Schulformen übernehmen mit der Beschulung aller Bildungsgänge, der Organisation längerer gemeinsamer Lernzeiten, der Umsetzung inklusiver und integrativer Konzepte sowie der Durchlässigkeit bis zum Abitur besonders komplexe Aufgaben. Dennoch stehen ihnen – selbst bei vergleichbarer Schülerzahl – weniger höherwertige Funktionsstellen (A15/A16) und eine deutlich schmalere erweiterte Schulleitung zur Verfügung als Gymnasien.
Die Folgen dieser strukturellen Schieflage seien inzwischen deutlich spürbar. Harald A. Amelang, Vorsitzender der LEiS-NRW, warnt: „Leitungs- und Funktionsstellen bleiben zunehmend unbesetzt, zusätzliche Verantwortung wird dauerhaft kommissarisch übernommen, und die Belastung der bestehenden Schulleitungen steigt kontinuierlich. Die Handlungsfähigkeit der betroffenen Schulformen wird dadurch nachhaltig beeinträchtigt.“
Besonders kritisch bewerten wir, dass qualifizierte Lehrkräfte mangels Entwicklungsperspektiven vermehrt in andere Schulformen wechseln. „Ohne eine gleichwertige Weiterentwicklung der Stellenstrukturen – insbesondere in der Sekundarstufe I und II – wird die A13-Überführung faktisch konterkariert und die Attraktivität integrierter Schulformen weiter geschwächt“, so Amelang weiter.
„Wer Schulen stärken will, muss diese Unterschiede korrigieren. Alles andere zementiert eine Benachteiligung, die weder pädagogisch noch politisch zu rechtfertigen ist“, betont Adler-Becker abschließend.
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