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8. Mai: Erinnerung verpflichtet – klare Haltung gegen Rechtsextremismus

Zum Gedenktag an das Ende des Zweiten Weltkrieges mahnt die LEiS-NRW e. V. zu entschlossenem Handeln gegen Rechtsextremismus, Antisemitismus und jede Form von Menschenfeindlichkeit – insbesondere im schulischen Kontext.
 
Der 8. Mai markiert das Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und steht für die Befreiung Europas vom Faschismus. Er ist zugleich ein Tag der Mahnung: Die Verbrechen des Nationalsozialismus begannen nicht erst mit Krieg, Deportation und Mord, sondern mit Ausgrenzung, Entmenschlichung, Hetze – und mit dem Wegsehen weiter Teile der Gesellschaft. Diese historische Erfahrung verpflichtet uns, heutigen rechtsextremen Ideologien frühzeitig und entschieden entgegenzutreten.
 
Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus sind keine Randphänomene. Sie stellen reale und wachsende Bedrohungen für unsere demokratische Gesellschaft dar – auch und gerade im schulischen Alltag. Diskriminierende Sprache, antisemitische Verschwörungsmythen und demokratiefeindliche Positionen begegnen Kindern und Jugendlichen zunehmend im Klassenzimmer, auf dem Schulhof und in digitalen Räumen.
 
Die LEiS-NRW e. V. macht deutlich: Schulen dürfen hier nicht neutral sein. Neutralität gegenüber Menschenfeindlichkeit bedeutet Akzeptanz. Schulen tragen eine besondere Verantwortung, klare Haltung zu zeigen, demokratische Werte zu vermitteln und allen Kindern und Jugendlichen Schutz, Würde und Zugehörigkeit zu garantieren – unabhängig von Herkunft, Religion, sexueller Identität oder Weltanschauung.
 
„Erinnern heißt handeln“, erklärt Harald A. Amelang, Vorsitzender der LEiS-NRW. „Wer die Lehren aus der Geschichte ernst nimmt, muss Rechtsextremismus klar benennen und ihm widersprechen. Das gilt für die gesamte Gesellschaft – und ganz besonders für Schule als zentralen Ort politischer Bildung und demokratischer Sozialisation.“
 
Erinnerungskultur darf sich nicht auf Gedenktage und Rituale beschränken. Sie ist ein dauerhafter Auftrag, der sich im pädagogischen Alltag, in Schulprogrammen, im Handeln von Schulleitungen, Lehrkräften und Bildungspolitik widerspiegeln muss. Demokratie, Vielfalt und Menschlichkeit müssen aktiv geschützt und gestärkt werden – jeden Tag.
 
Die LEiS-NRW e. V. ruft deshalb dazu auf, den 8. Mai nicht nur als historischen Gedenktag zu begreifen, sondern als klare Verpflichtung für Gegenwart und Zukunft: Nie wieder ist jetzt – auch in den Schulen.
 
Team Vorstand
LEiS-NRW e.V.

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